Archiv der Kategorie: Theorie und Praxis

Kidz 0032: Alte Lebenswelt – neue Herausforderungen

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Warum hat die Lebenswelt, die Pflegekinder lange hinter sich gelassen haben noch so lange einen massiven Einfluss auf das aktuelle Leben. Angst, Mustererkennung, Schuldgefühle, Selbstwertgefühl sind Bereiche, die hier einen großen Einfluss darstellen.

Welche Auswirkungen hat das auf Schule und Kindergarten. Und wie könnte man diesen Teufelskreis durchbrechen.

Kidz 0031: Schicksalhaft geboren

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Eine neue Folge! Diesmal ohne Dänemark – Das Thema sind die Begriffe “schicksalhaft geboren”, “Sozialraumorientierung”,”Millieunahe Unterbringung”.

Gerade der erste Begriff ist uns in der letzten Zeit vermehrt begegnet. Wir haben ihn schon gehört aus den Mündern von Richtern, Anwälten, Sozialarbeitern und sogar aus der Führungsriege eines Jugendamtes.

Was will der, der ihn benutzt damit ausdrücken. Und warum finden wir das so schlimm?

Grundgesetz Artikel 6Geschichte des SGBVIII  – SozialraumorientierungMillieunahe UnterbringungKarl-Heinz BrischUte ZiegenhainJörg M. Fegert –  Was man als Pflegeeltern wissen muss (IRONIE!!)

Kidz 0027: Der “Sichere Ort” – was versteht ihr darunter

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Der Sichere Ort ist einer dieser Begriffe, die inzwischen in vielen Zusammenhängen genannt werden. Wir haben uns diesmal nur auf die pädagogische Bedeutung dieses Konzeptes gestürzt.

Wie entsteht er? Was hilft? Wie sieht er aus?

Ich denke nicht, dass nach dieser Folge irgendwer weiß, wie er aussieht, aber ich hoffe, ganz viele verstehen, wie man ihn erzeugen kann.

Und natürlich auch wieder neues aus Dänemark.

Kidz 0024: Achtsamkeit – Oder: Wie haltet Ihr das eigentlich aus?

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Der Begriff Achtsamkeit wird einem ständig um die Ohren gehauen. Klar ist sie wichtig, aber häufig kann ich nicht viel mit dem, was mir dann an Forderungen und Ideen entgegen geworfen  wird anfangen. Daher dachten wir:

Und können so – Stück für Stück – die Frage beantworten: “Wie haltet Ihr das denn bloß aus?”

Kidz 0019: Diese Kinder sind …

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Natürlich, wie immer ein kurzer Einblick, in … wie geht es uns in Dänemark.

Aber vor allem geht es um das, was mir aus einer Veranstaltung für Erziehungsstellen Eltern im Gedächtnis geblieben ist.

Egal, ob man mit Profis oder im Alltag mit Menschen spricht. Es gibt einige Stereotypen, die immer mir fremduntergebrachten Kindern in Verbindung gebracht werden.

Ach … diese Kinder sind doch alles Lügner, Diebe und sehr aggressiv!

Sind es diese Kinder wirklich?

Kidz 17 Der will doch nicht, der kann doch nicht. Doch kann er

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Mal wieder eine Folge, mit neuen Infos zu unserem Umzug nach Dänemark. Aber auch zu einem Thema, das uns in der letzten Zeit in unterschiedlichen Bereichen beschäftigt hat.

Oft werden an Kinder mit Beeinträchtigungen Forderungen gestellt, die diese nicht erfüllen wollen oder können. Was passiert da in diesen Prozessen? Wie ließen sie sich alternativ lösen? Wer kann sie auflösen? Wo kommen viele der Missverständnisse her, die gerade bei traumatisierten Kindern auftreten?

Ich wünsche viel Spass und entschuldige mich für die unangenehmen Spülmaschinengeräusche im Hintergrund. Bitte Auphonic tu Dein Allerbestes 😉

Kidz 010 Lernen aus traumapaedagogischer Sicht (Theorie und Praxis 002)

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Seit nunmehr fast 10 Jahren beschäftigen wir uns mit Kindern und Jugendlichen mit früher Bindungstraumatisierung und mussten  immer wieder feststellen, welche gravierenden Auswirkungen dies auf das Lernverhalten dieser Kinder hat. Oft scheint es, dass diese Kinder debil sind. Auch werden sie oft durch Intelligenztests eher in die Minderbegabung/Lernverhinderung oder geistige Behinderung eingestuft und getestet. Nienstedt und Westermann beschreiben dies als Pseudodebilität. Auch Brisch nennt es Pseudodemenz. Auffallend ist, dass diese Kinder nicht zeigen können, was in ihnen steckt.

Hüther beschreibt in seinem Buch “die Bilologie der Angst”  die Angst vor der Angst, die Erwachsene und Kinder/Jugendliche mit einer Traumatisierung haben, “Ihre” Komfortzone zu verlassen. Angst bringt sie dazu, in ihrer Kompforzone zu verharren, bzw gefangen zu bleiben. Und die Angst, dass die große ohnmächtige Angst wieder kommt, hilft nicht, dies zu verändern, sondern lässt die Kinder in ihrer für Sie “sicheren Zone” verharren. Sie versuchen jede Situation zu kontrollieren, scannen ihre Umwelt täglich, stündlich oder sogar minütlich nach neuen Gefahren ab, nach Situationen, die anders sind, als erwartet, um dem vorab begegnen zu können.

Verständlich, wenn wir uns alleine schon nur den Fakt der Entwicklung des Körperbildes- und des Selbstbildes. widmen. In der Interaktion zwischen Mutter und Säugling lernt das Kind sein Körperbild zu entwickeln. Durch Berührung wie streicheln, waschen, eincremen, etc, also in der alltäglichen liebevollen Versorgung durch die Mutter oder den Vaters. Die Eltern helfen dem Kind durch streicheln und kuscheln sich in schwierigen Situationen (ich habe Hunger, Schmerzen, Langeweile, …) zu beruhigen. Hierdurch lernt das Kind, sein Unwohlsein einzuschätzen und begreift, dass die Eltern die drohende Gefahr (zu verhungern, zu fallen, Schmerzen zu haben…) abwenden, dass die Eltern es versorgen, schützen, pflegen und beruhigen. Nach ein paar Monaten kennt der Säugling sein Körperbild und kann sich seinem Selbstbild widmen. Ich bin ein Wesen mit eigener Handlungsfähigkeit, eigenen Gefühlen und stehe in Zusammenhang mit meinen Eltern. In der Interaktion der Berührungswelt, Mimik Gestik und Sprache/ (Lautstärke, Rhythmus) mit den Eltern lernt es die Situationen einzuschätzen. Wenn ich so und so brülle, kommt Mama sofort, bei so und so redet sie beruhigend mit mir oder nimmt mich auf den Arm, tröstet mich, beruhigt mich und hierdurch kann ich mich beruhigen. 

Uns beschäftigt die Frage:
Welche Auswirkungen frühkindliche Bindungstraumatisierung auf das Lernverhalten, Motivation, Zukunftsorientierung und die Perspektiventwickung von Kindern und Jugendlichen hat und welche  Bedingungen benötigt werden, um eine Verbesserung der sozialen Teilhabe, höhere Bildungschancen zu erzielen. 

Welche Sozialpolitische Überlegungen müssen aus den Ergebnissen erfolgen und welche Handlungsfelder ergeben sich hieraus?

Nur eine erste Näherung an all diese Themen versuchen wir in diesem Podcast zu erarbeiten.

Wer den Podcast weiterempfehlen möchte, gerne: hier ist ein pdf

Genutzte Literatur:
Karl Heinz Brisch: Bindungstraumatisierungen – Elke Garbe: Das kindliche Entwicklungstrauma – Gerald Hüter: Biologie der AngstEgle;Joraschky; Lampe: Sexueller Missbrauch Misshandlung VernachlässigungKarl Heinz Brisch / Theodor Hellbrügge: Bindung und TraumaMonika Nienstedt; Armin Westermann: Pflegekinder

Kidz 009 Wir haben Post!

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Wir haben ein paar Fragen bekommen, die wir gerne beantworten. Wichtig ist hierbei für uns, wir können nur unsere Meinung wiedergeben.

Die Fragen waren:

  • Wie ehrlich ist das Jugendamt bei Vermittlung der Kinder?
  • Wieviel Papierkram hat man als Pflegeeltern zu bewältigen?
  • Woraus ziehen Pflegeeltern Kraft?
  • Wo tauschen sich Pflegeeltern aus?
  • Wie ist der Umgang mit den leiblichen Eltern?

Hier die uns bekannten Foren für Pflegeeltern

http://www.pflegeeltern.de – http://pflegeelternnetz.de/ – http://pflegekinder.info-forum.eu

Es gibt mit Sicherheit mehr!!!

Interessant: http://www.moses-online.de

Herzlichen Dank an @wu_sel


Nun haben wir die Audioqualität erreicht, die angestrebt war – THX for your patience!

Kidz 007: Pflegefamilie Theorie und Praxis (001)

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Jetzt wird’s persönlich. Wie ist es, mit Pflegekindern zu leben?

Wir wollen regelmäßig ein theoretisches Werk aus dem Bereich Pflegekinder nehmen und dieses als Grundlage nehmen, die eigenen Erinnerungen zu durchforsten. Wie war das? Wie ist es? Stimmt das was die Autoren sagen?

Mit Sicherheit handelt es sich nicht um die Wahrheit (TM), sondern um unsere subjektive Wahrnehmung.

Dieses Mal haben wir als Grundlage ein Buch von  Nienstedt und Westermann:

“Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen” 

als unseren theoretischen Hintergrund ausgewählt, da diese beiden Autoren das Ankommen der Kinder sehr schön theoretisch betrachten. Das genannte Buch kann man gut und gerne als eine der Bibeln der sozialen Arbeit im Bezug auf Pflegekinder ansehen. Und ja, wir konnten und können vieles von dem, was die Autoren beschreiben in unserem Alltag wiedererkennen.

Prof. Bernhard Hassenstein – Phasen der Integration –  Überanpassung – Regression ÜbertragungBeziehungBindungMonika Nienstedt – Dr. Anim Westermann – PD Karl Heinz Brisch / “Von der Bindungstheorie zur Theorie” –  John BowlbyKindeswohl PflegekinderDauerpflegeDornes MartinPeter Fornagy – Arno Gruen

Wer diese Folge weiterempfehlen möchte – hier gibt es ein pdf.