Schlagwort-Archive: Angst

Kidz 0030: Notfallpläne – Plane wenn es gut ist, dann hast Du in der Not

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Immer wieder wird im Bereich Sozialarbeit mit Kindern von Krisen gesprochen. Meist sind diese Krisen Notfälle. Notfälle für die Kinder, die betreuenden Pädagogen oder für alle Beteiligte.

Man wird es nie schaffen, alle Krisen zu verhindern, gleichzeitig fällt mir bei Gesprächen mit Pflegeeltern und Pädagogen aber auf, dass keine Pläne für diese Notfälle existieren. Und das ist echt merkwürdig.

Denn Pläne für Notfälle helfen allen beteiligten:
– Den Pädagogen, denn sie müssen nicht spontan reagieren (und das müssen sie im Alltag oft genug). Sind mit Situationen konfrontiert, mit denen sie sich aktiv bereits beschäftigt haben.
– Den Kindern, denn mit einem Plan kann aus einem überwältigendem, übermannendem Ereignis ein wenigstens zum Teil selbst gesteuertes, bekanntes Ereignis werden.
– Den anderen Beteiligten (bspw. andere Kinder), denn mit einem Plan wissen sie, was ihre Aufgabe ist.

Deshalb haben wir mal darüber gesprochen, wie bei uns so Pläne entstehen, wie weit sie gehen und wo sie überall vorkommen und das ist glaube ich öfter, als viele es vermuten.

Entschuldigt unsere Krächzestimmen – lieber ein gekrächzter Podcast, als kein Podcast 😉

Kidz 0028 – Zum Film Elternschule und anderen Fragen

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Auf Twitter wurden wir gebeten, zum einen zu erklären, was wir unter früher Partizipation verstehen.

Aber vor allem ist das Thema der Film Elternschule. Den wir beide nicht gesehen haben und in naher Zukunft auch nicht sehen werden. Warum: Hört einfach rein.

S.A.F.E.Babys lesen (Ziegenhain, Gebauer, et.al) –

Weitere Links reichen wir nach

Kidz 0025: Moral – Moral – Moral

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Moralerziehung ist beim Leben mit Kindern im Allgemeinen und bei Pflegekindern im Besonderen immer ein Thema. Und kaum eine Veranstaltung für Pflegeeltern, in denen nicht von mindestens 5 Seiten erschallt:
“Die klauen wie die Raben, alles Lügner, …”

Ihr könnt Euch denken, wir sehen das ein bisschen anders, vielleicht ein ganz klein wenig differenzierter?

Nein es sind keine Diebe und Lügner, sondern … ach hört selbst!

Kidz 015 – Daenemark – Report 002

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So, es ist geschafft. Also können wir von den Irrungen und Wirkungen auf unserem Weg nach Dänemark berichten, aber auch von den Beobachtungen, die wir aufgrund der besonderen Situation für uns und unsere Kinder machen konnten.

Von dem Unterschied zwischen Belastbarkeit und Schutz vor Überlastung.

Von dem harten Weg, den es bedeutet, sich Entschuldigen zu lernen.

Also Viel Spass.

Kidz 12: Jan erklärt mir SEINEN Autismus

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Vor längerer Zeit fragte ich mal, ob mir jemand erklären kann, was Autismus wirklich ist. Und Jan hat sich bereit erklärt, wie er seinen Autismus wahrnimmt. Wie Jan so schön sagt: “Kennst´e einen Autisten – kennst´e einen Autisten”. Zumindest kenne ich jetzt einen Autisten.

Anderes Thema werden viele jetzt denken, aber … ach hört doch selbst.

Autismus –  Stimming – Asperger Autismus ICD 10DSM 5Selbstverletzendes Verhalten  – Leo KannerHans Asperger

Ausserdem hat Jan noch einige Podcasts unter dem Titel Wasserstandsmeldung unter fairsein.org zu inhaltlichen Themen veröffentlicht.
Autismus – Krankheit
Stimming
Diagnose

Sein weiteres Podcastprojekt ist der Hör doch mal zu Podcast, zusammen mit Frank.

Ganz aktuell gibt es auch noch einen tollen Podcast vom SWR 1 der Abend mit Aleksander Knauerhase. 
Empfehlen kann ich zusätzlich eine Folge bei Wrint von Holger Klein
Denise Linke zum Thema Autismus. Und natürlich das tolle Magazin von Denise  #Nummer, das auch für Nichtautisten spannend ist.

Und den Podcast  Realitätsfilter , der das Gebiet Autismus sehr interessant, facettenreich und spannend darstellt.

Weitere spannende Seiten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, es sind einfach nur die Webseiten, in die ich ab und zu reinschaue:
Zum Kampf der “Krawallautisten” gegen ABA  – Und einer der “Krawallautisten”Zum Thema Eltern und Autismus und Inklusion – Oder zum selben Thema –

Gerne könnt Ihr den Podcast auch weiterempfehlen. Hier gehts zum pdf

Kidz 010 Lernen aus traumapaedagogischer Sicht (Theorie und Praxis 002)

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Seit nunmehr fast 10 Jahren beschäftigen wir uns mit Kindern und Jugendlichen mit früher Bindungstraumatisierung und mussten  immer wieder feststellen, welche gravierenden Auswirkungen dies auf das Lernverhalten dieser Kinder hat. Oft scheint es, dass diese Kinder debil sind. Auch werden sie oft durch Intelligenztests eher in die Minderbegabung/Lernverhinderung oder geistige Behinderung eingestuft und getestet. Nienstedt und Westermann beschreiben dies als Pseudodebilität. Auch Brisch nennt es Pseudodemenz. Auffallend ist, dass diese Kinder nicht zeigen können, was in ihnen steckt.

Hüther beschreibt in seinem Buch “die Bilologie der Angst”  die Angst vor der Angst, die Erwachsene und Kinder/Jugendliche mit einer Traumatisierung haben, “Ihre” Komfortzone zu verlassen. Angst bringt sie dazu, in ihrer Kompforzone zu verharren, bzw gefangen zu bleiben. Und die Angst, dass die große ohnmächtige Angst wieder kommt, hilft nicht, dies zu verändern, sondern lässt die Kinder in ihrer für Sie “sicheren Zone” verharren. Sie versuchen jede Situation zu kontrollieren, scannen ihre Umwelt täglich, stündlich oder sogar minütlich nach neuen Gefahren ab, nach Situationen, die anders sind, als erwartet, um dem vorab begegnen zu können.

Verständlich, wenn wir uns alleine schon nur den Fakt der Entwicklung des Körperbildes- und des Selbstbildes. widmen. In der Interaktion zwischen Mutter und Säugling lernt das Kind sein Körperbild zu entwickeln. Durch Berührung wie streicheln, waschen, eincremen, etc, also in der alltäglichen liebevollen Versorgung durch die Mutter oder den Vaters. Die Eltern helfen dem Kind durch streicheln und kuscheln sich in schwierigen Situationen (ich habe Hunger, Schmerzen, Langeweile, …) zu beruhigen. Hierdurch lernt das Kind, sein Unwohlsein einzuschätzen und begreift, dass die Eltern die drohende Gefahr (zu verhungern, zu fallen, Schmerzen zu haben…) abwenden, dass die Eltern es versorgen, schützen, pflegen und beruhigen. Nach ein paar Monaten kennt der Säugling sein Körperbild und kann sich seinem Selbstbild widmen. Ich bin ein Wesen mit eigener Handlungsfähigkeit, eigenen Gefühlen und stehe in Zusammenhang mit meinen Eltern. In der Interaktion der Berührungswelt, Mimik Gestik und Sprache/ (Lautstärke, Rhythmus) mit den Eltern lernt es die Situationen einzuschätzen. Wenn ich so und so brülle, kommt Mama sofort, bei so und so redet sie beruhigend mit mir oder nimmt mich auf den Arm, tröstet mich, beruhigt mich und hierdurch kann ich mich beruhigen. 

Uns beschäftigt die Frage:
Welche Auswirkungen frühkindliche Bindungstraumatisierung auf das Lernverhalten, Motivation, Zukunftsorientierung und die Perspektiventwickung von Kindern und Jugendlichen hat und welche  Bedingungen benötigt werden, um eine Verbesserung der sozialen Teilhabe, höhere Bildungschancen zu erzielen. 

Welche Sozialpolitische Überlegungen müssen aus den Ergebnissen erfolgen und welche Handlungsfelder ergeben sich hieraus?

Nur eine erste Näherung an all diese Themen versuchen wir in diesem Podcast zu erarbeiten.

Wer den Podcast weiterempfehlen möchte, gerne: hier ist ein pdf

Genutzte Literatur:
Karl Heinz Brisch: Bindungstraumatisierungen – Elke Garbe: Das kindliche Entwicklungstrauma – Gerald Hüter: Biologie der AngstEgle;Joraschky; Lampe: Sexueller Missbrauch Misshandlung VernachlässigungKarl Heinz Brisch / Theodor Hellbrügge: Bindung und TraumaMonika Nienstedt; Armin Westermann: Pflegekinder