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Kidz 011 – Traumatherapie – Frau Michalik-Imfeld

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Mit Frau Sara Michalik-Imfeld, einer Therapeutin aus der Schweiz, konnte ich mich über Traumatherapie bei Kindern unterhalten.

Frau Michalik-Imfeld betreibt mit Ihrem Mann eine Praxis in Aarau (Schweiz)

Sie betreibt außerdem mit Ihrem Mann die Blogs:

Eltern raten Eltern auf dem auch ein spannender Podcast über Elternsein veröffentlicht wird.

Sie konnte mir berichten, wie ihre eigene Vorgehensweisen im Bereich Traumatherapie aussieht. Themen die besprochen wurden sind:

Trauma – Verhaltenstherapie – Narrativ – Trauma Erklärung für Kinder – PsychoedukationTraumapädagogik

Herzlichen Dank für das tolle Interview – Viel Spass beim Hören

Kidz 010 Lernen aus traumapaedagogischer Sicht (Theorie und Praxis 002)

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Seit nunmehr fast 10 Jahren beschäftigen wir uns mit Kindern und Jugendlichen mit früher Bindungstraumatisierung und mussten  immer wieder feststellen, welche gravierenden Auswirkungen dies auf das Lernverhalten dieser Kinder hat. Oft scheint es, dass diese Kinder debil sind. Auch werden sie oft durch Intelligenztests eher in die Minderbegabung/Lernverhinderung oder geistige Behinderung eingestuft und getestet. Nienstedt und Westermann beschreiben dies als Pseudodebilität. Auch Brisch nennt es Pseudodemenz. Auffallend ist, dass diese Kinder nicht zeigen können, was in ihnen steckt.

Hüther beschreibt in seinem Buch “die Bilologie der Angst”  die Angst vor der Angst, die Erwachsene und Kinder/Jugendliche mit einer Traumatisierung haben, “Ihre” Komfortzone zu verlassen. Angst bringt sie dazu, in ihrer Kompforzone zu verharren, bzw gefangen zu bleiben. Und die Angst, dass die große ohnmächtige Angst wieder kommt, hilft nicht, dies zu verändern, sondern lässt die Kinder in ihrer für Sie “sicheren Zone” verharren. Sie versuchen jede Situation zu kontrollieren, scannen ihre Umwelt täglich, stündlich oder sogar minütlich nach neuen Gefahren ab, nach Situationen, die anders sind, als erwartet, um dem vorab begegnen zu können.

Verständlich, wenn wir uns alleine schon nur den Fakt der Entwicklung des Körperbildes- und des Selbstbildes. widmen. In der Interaktion zwischen Mutter und Säugling lernt das Kind sein Körperbild zu entwickeln. Durch Berührung wie streicheln, waschen, eincremen, etc, also in der alltäglichen liebevollen Versorgung durch die Mutter oder den Vaters. Die Eltern helfen dem Kind durch streicheln und kuscheln sich in schwierigen Situationen (ich habe Hunger, Schmerzen, Langeweile, …) zu beruhigen. Hierdurch lernt das Kind, sein Unwohlsein einzuschätzen und begreift, dass die Eltern die drohende Gefahr (zu verhungern, zu fallen, Schmerzen zu haben…) abwenden, dass die Eltern es versorgen, schützen, pflegen und beruhigen. Nach ein paar Monaten kennt der Säugling sein Körperbild und kann sich seinem Selbstbild widmen. Ich bin ein Wesen mit eigener Handlungsfähigkeit, eigenen Gefühlen und stehe in Zusammenhang mit meinen Eltern. In der Interaktion der Berührungswelt, Mimik Gestik und Sprache/ (Lautstärke, Rhythmus) mit den Eltern lernt es die Situationen einzuschätzen. Wenn ich so und so brülle, kommt Mama sofort, bei so und so redet sie beruhigend mit mir oder nimmt mich auf den Arm, tröstet mich, beruhigt mich und hierdurch kann ich mich beruhigen. 

Uns beschäftigt die Frage:
Welche Auswirkungen frühkindliche Bindungstraumatisierung auf das Lernverhalten, Motivation, Zukunftsorientierung und die Perspektiventwickung von Kindern und Jugendlichen hat und welche  Bedingungen benötigt werden, um eine Verbesserung der sozialen Teilhabe, höhere Bildungschancen zu erzielen. 

Welche Sozialpolitische Überlegungen müssen aus den Ergebnissen erfolgen und welche Handlungsfelder ergeben sich hieraus?

Nur eine erste Näherung an all diese Themen versuchen wir in diesem Podcast zu erarbeiten.

Wer den Podcast weiterempfehlen möchte, gerne: hier ist ein pdf

Genutzte Literatur:
Karl Heinz Brisch: Bindungstraumatisierungen – Elke Garbe: Das kindliche Entwicklungstrauma – Gerald Hüter: Biologie der AngstEgle;Joraschky; Lampe: Sexueller Missbrauch Misshandlung VernachlässigungKarl Heinz Brisch / Theodor Hellbrügge: Bindung und TraumaMonika Nienstedt; Armin Westermann: Pflegekinder

Kidz 004: Gutachter (Sebastian Bartoschek)

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Eine Person, der Pflegeeltern und Pädagogen sehr wahrscheinlich begegnen ist der
gerichtlich bestellte psychologische Gutachter.

Ich hatte die Freude mit Sebastian Bartoschek über seine Rolle als Gerichtsgutachter an Familiengerichten zu sprechen

Was macht ein Gutachter? Wie wird man Gutachter? Was muss oder sollte er können? Wie finden solche Begutachtungen statt? Wie geht Sebastian Bartoschek im Rahmen dieser Gutachten vor? Auf welche Probleme trifft er? Was sollten alle Verfahrensbeteiligten wissen? Wie verhält man sich am Besten einem Gutachter gegenüber?

Aber auch: Was macht die Berufstätigkeit eines Gutachters mit der Person Sebastian? Wie findet er Abstand?

projective Tests – Kindeswohl  – Familiengericht  – Verfahrensbeistand  –   (ASD) Allgemeiner Sozialer Dienst – Pflegekind – (SPFH) Sozial Pädagogische Familienhilfe – Interaktionsbeobachtung  –

Ich hoffe, dieser Podcast ist für alle so spannend, wie er für mich war. Viel Spass

Falls jemand diese Folge weiterempfehlen will, hier eine pdf zum weiterleiten

Kidz 003: Leben in einer Therapiewohngruppe

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Friederike erzählt mir heute, was eine Therapiewohngruppe für Kinder ist.

Als Bereichsleiterin, die für diesen Bereich bei einem großen Jugendhilfeträger zuständig ist, kann sie erzählen,
– wie eine solche Einrichtung aussieht?
– welche Kinder dort zeitweise untergebracht sind?
– wie sich die Arbeit mit den Kindern und Eltern darstellt?
– wer dort arbeitet?
– welche Ideen während der Konzeption im Vordergrund standen und welche Entwicklungen diese Ideen im Laufe der Jahre genommen haben.

Und wieder eine kleine, aber feine Steigerung der Aufnahmequalität. We are on the right way!

geschützter Raum  – Träger – Bezugserzieher – Interiorisation – Vormundschaft

Wer diese Folge weiterempfehlen möchte, kann sich der pdf bedienen – Link folgen