Schlagwort-Archiv: Trauma; familiäre Gewalt; Auswirkung

Kidz 0098: Frühkindliche Gewalterfahrung

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Wie können wir uns bei den Spendern bedanken. Nun eine Möglichkeit ist eine lange erwartete Folge Kidz-Podcast. Als Kidzpod-kompakt schon einmal aufgenommen und verworfen. Daher hier in einer langen Folge aufgenommen. Besser gesagt in einer Folge eins es wird mit Sicherheit  eine weitere benötigt, um das Thema ausreichend zu besprechen.

In dieser Episode unterhalte, wir uns über das komplexe und oft missverstandene Thema der frühkindlichen Traumatisierung. Wir beginnen mit der Definition und den Missverständnissen, die häufig im Zusammenhang mit diesem Thema auftreten. Während viele Menschen frühkindliches Trauma nur mit physischer oder sexueller Gewalt in Verbindung bringen, betonen wir die immense Bedeutung emotionaler Gewalt, die in der Gesellschaft oft ignoriert wird. Wir sind uns einig, dass der Kern frühkindlicher Traumatisierung auf der Entwicklung des Kindes basiert, sowohl auf psychologischer als auch auf emotionaler Ebene.

Wir diskutieren die verschiedenen Phasen der Kindesentwicklung und wie lebensbedrohliche Situationen das kindliche Erleben prägen. Während eines Kindes, das weder verbal kommunizieren noch sich seiner Bedürfnisse bewusst ist, können traumatische Erlebnisse tiefgreifende und anhaltende Auswirkungen auf die Entwicklung haben. Unsere Diskussion beleuchtet, dass traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit oft weniger als Bilder, sondern eher als Emotionen gespeichert werden. Diese Emotionen können bei zukünftigen Begegnungen mit ähnlichen Situationen wieder hochkommen, was zu langanhaltenden psychischen Problemen führen kann.

Dabei wird klar, dass die primären Bedürfnisse eines Babys – Nahrung, Nähe und Liebe – von zentraler Bedeutung sind. Wir erklären, wie eine mangelnde Reaktion auf die Signale des Kindes zu einer fehlenden Bedürfniswahrnehmung führen und die Interaktion zwischen Mutter und Kind nachhaltig stören kann. Die Qualität dieser frühen Beziehungen beeinflusst nicht nur die emotionale Sicherheit des Kindes, sondern auch seine Fähigkeit zur Kommunikation und Empathie.

Im Verlauf des Gesprächs thematisieren wir die Rolle von Bindung und wie deren Störungen sowohl das Verhalten des Kindes als auch seine Entwicklung in anderen Bereichen wie Sprache und soziale Interaktionen beeinflussen. Es wird deutlich, dass Kinder, die in einer dysfunktionalen Umgebung aufwachsen, Schwierigkeiten haben, stabile Bindungen zu entwickeln und sich selbst und die Bedürfnisse anderer zu erkennen. Wir diskutieren, wie sich diese Probleme später im Leben äußern können, sowohl in der sozialen Interaktion als auch in der Selbstwahrnehmung.

Der Begriff „Hospitalismus“ wird ebenfalls aufgeworfen, wobei wir hinterfragen, ob dieser Begriff ausreichend ist, um die Komplexität frühkindlicher Traumata zu erfassen. Wir argumentieren, dass rückkehrende Verhaltensmuster, die durch emotionale Mangelversorgung entstehen, schwerwiegende Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben und nicht einfach als gesunde Reaktionen abgetan werden können.

Abschließend blicken wir in die Zukunft und überlegen, welche pädagogischen Maßnahmen ergriffen werden können, um betroffenen Kindern zu helfen. Wir betonen die Notwendigkeit, die Umstände frühkindlicher Traumatisierung und deren Einfluss auf die Entwicklung zu erkennen und zu adressieren. Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass ein vertieftes Verständnis dieser Themen unerlässlich ist, um die Herausforderungen bei der Unterstützung betroffener Kinder angehen zu können.


Wenn. Ihr mehr über uns erfahren wollt, ist Kinder in das Zentrum die beste Adresse. Oder mehr zu uns als Personen: bit.ly/3ziLMSt und bit.ly/3FeSTz7 
Wenn ihr den Podcast oder unsere weiteren Aktivitäten unterstützen wollt, hier entlang. Vielleicht sind aber auch die Bilder von @momogibsnet euer Weg uns zu unterstützen. dann schaut mal bei MoWork.art vorbei. Wer uns gerne ein Geschenk machen will, kann gerne unsere Amazon Wishliste nutzen.

Der Podcast als solcher soll weiterhin kostenfrei bleiben, das ist uns wichtig.

Wollt ihr mit uns in Kontakt treten, dann am einfachsten per Mail: podcast@kinder-in-das-zentrum.de aber natürlich auch auf  Mastodon unter @Kidz_pod@podcasts.social, Bluessky unter @kidzpod.bsky.social oder den weiteren Kontaktadressen auf unserer Webseite.

Unsere Fortbildungen bei der IReSA gGMBH zum Thema Trauma werden hier veröffentlicht

Kidz 0097: Wie es weitergeht.

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Spendenaufruf für Projekt Safeplace

Zur Informationen: Christian und ich arbeiten neben der Fachberatung und Fortbildung durch unsere KidZ gUG auch in unserer eigenen Erziehungsstelle in DK.

Diese Erziehungsstelle gründeten wir schon in Deutschland in 2011 und zogen mit ihr und den innewohnenden jungen Menschen mit Zustimmung der Jugendämter 2017 nach Dänemark um.
Die traumazentrierte Erziehungsstelle heißt seitdem wir in Dänemark leben/arbeiten Hyggelig haven.
Alle innewohnenden jungen Menschen sind inkognito untergebracht, was zum Schutz der jungen Menschen sehr wichtig ist, da es keine Täterkontakte im Safeplace braucht. Es ist also extrem wichtig, diesen sicheren Ort für die jungen Menschen zu wahren. Danke!

Zur Zeit ist die Erziehungsstelle und das Zuhause von 3 schwer traumatisierten Kindern in Gefahr.

Weshalb:
Es gibt viele Erklärungen dafür, aber die wichtigsten in Kürze.

Die Jugendämter beendeten einfach Hilfen, trotz des massivem Hilfebedarfs, sie zahlen die Pflegekindergelder nicht, trotz des Gerichtsbeschluss, und damit auch nicht unsere Kosten der Erziehung, die das Leben ihr in Dänemark erst möglich macht, weil es die Kosten für das Haus deckt, Kleidung, Strom,… abdeckt.

Christian und ich arbeiten aber j zur Zeit 1,5 Stellenanteile hier in der Erziehungsstelle und bekommen dafür über die Leistungen der Erziehung in Verbindung mit unserem traumazentrierten Konzept unseren „Lohn“ sozusagen. Jeder von uns macht also noch einen 0,25 Stellenanteil bei uns in der KidZgUG durch Fortbildungen und/Fachberatungen. Dieser 0,5 Stellenanteil kann nicht unser Leben in Dänemark finanzieren. Unsere Hauptberufliche Tätigkeit ist die traumapädagogische Arbeit in der Erziehungsstelle und mit den 3 jungen Menschen.

Der Safeplace, der mit uns lebenden jungen Menschen ist also gefährdet, nicht weil die Hilfe nicht mehr benötigt wäre, sondern weil die Jugendämter sich weigern ordnungsgemäß die Unterhaltszahlungen zu leisten. Und dass obwohl die jungen Menschen hier weiter wohnen und wir unsere Arbeit machen. Sie zahlen nicht einmal die materiellen Aufwendungen für den einzelnen jungen Menschen (Sachleistung anteilig für Leben, wohnen, Strom, Essen, Kleidung,…/pro Kind).

Und wie selbstverständlich zahlen sie auch nicht unsere pädagogische Arbeit (beides Fachkräfte nach dem Fachkräftegebot), die wir hier 24/7 an 7 Tagen der Woche leisten.

Durch die Jugendämter selbst entsteht somit eine Kindeswohlgefährdung, die wir auch den Familiengerichten mitteilten, da es um junge Volljährige handelt, scheinen diese sich für nicht zuständig zu halten, zumindest haben die Familiengericht bis heute nicht geantwortet.

Nun haben wir zwar vom Verwaltungsgericht einen Beschluss, dass das eine Jugendamt weiter zahlen soll, dies tut es aber nicht, also müssen wir wieder eine Zwangsvollstreckung bestreiten.

Das andere Jugendamt ist im Urlaub. Die Zahlungen für K3 sind ab dem 27.12.2025 nicht gezahlt, also nicht für den vollen Monat Dezember und auch nicht für Januar, obwohl wir alle Voraussetzungen erfüllen.

Das macht mal eine volle Stelle der pädagogischen Arbeit, komplett nicht bezahlt wurde.

Die andere Jugendhilfe wurde einfach mit dem 21 Lebensjahr ohne Hilfeplanung beendet, mit einem Abschlussgespräch, trotz, dass der junge Mensch weiter Jugendhilfe beantragte, also um Verlängerung bis mindestens zur Ausbildung bat, alle Hilfeanträge wurden trotz Darlegung des Bedarfes einfach abgelehnt, auch die Widersprüche. Ein Verfahren auf einstweilige Anordnung läuft, ist aber noch nicht entschieden.

Mit einem Fingerschnipp entscheiden Jugendämter über die Hilfegewährung von jungen Menschen ohne Rücksicht auf ihre Persönlichkeitsentwicklung.
Wenn alle dachten, dass das neue Kinder und Jugendhilfestärkungsgesetz direkte und bessere Hilfen für junge Menschen liefert, so muss ich sagen, dass es nur einer Möglichkeit darstellt, für die Jugendämter aufgrund von ungeregelten Rechtsräumen weniger Hilfen und schnellere Ablehnungen bietet. Die Auslegungen des Gesetzes durch die Jugendämter spielt hierbei eine große Rolle, die oft rechtswidrig oder zumindest an der Grenze zur Rechtswidrigkeit stattfinden.
Hierunter leiden nicht nur diese 3 jungen Menschen, sondern mittlerweile tausende von jungen Menschen.
Zudem wird von den Jugendämtern emotionale Erpessung/Gewalt und strukturelle Gewalt eingesetzt, um den jungen Menschen in eine bestimmte Richtung zu zwingen, frei nach dem Motto: … und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt… .

Ich schweife ab.
Dies ist also ein direkter Spendenaufruf für den Safeplace für 3 in unserer Erziehungsstelle lebenden jungen Menschen mit einem massiv erhöhten pädagogischen Bedarf aufgrund ihrer frühen Gewalterfahrungen und ihrer Traumata, Depressionen, Kptbs, Angststörungen,… .

Sie brauchen diesen Safeplace, aus dem heraus sie in einigen Jahren hinaus in die Welt ziehen, Mitglieder unserer Gesellschaft werden, Steuern zahlen,…so wie du und ich.

Sie wünschen sich genau diesen Safeplace, da sie mit unserer Unterstützung einige ihrer Problemstellungen aufarbeiten konnten und somit einige „Monster der Vergangenheit“ vertreiben oder zumindest in Rente schicken konnten, auf eine für sie speziell gestaltete Insel.

Sie Jugendämtrer weigern sich auch, die Rentenkosten und die Unfallversicherung für den Kidzpodcast und mich zu zahlen, trotz Aufforderung, Hinweis auf das eingerichtete Pensionskonto hier in Dänemark. Also alle Jugendämter handeln gegen geltendes Recht. Denn die Rentenzahlungen für uns sind gesetzlich keine KANN Leistung, sie ist eine MUSS Leistung, also die Jugendämter sind verpflichtet diese zu leisten! Sowie auch die Unfallversicherung.

Wir bitten hiermit um eure Unterstützung, um Konzept Safeplace umzusetzen, für diese drei jungen Menschen.
Ihr findet das Spendenkonto auf unter dem Button Unterstützer werden hier auf unserer Homepage.

Hört euch gerne die letzten zwei KidZ-Podcasts an, dort findet ihr viele Infos.

Es grüßen euch
Ulrike und Christian

 

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Kidz 0094: Mobbing

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Leider trifft Mobbing in Schule und Kindergarten oft Kinder, die bereits in ihren Familien Gewalt erfahren haben. Warum? Was muss sich ändern? Was können wir tun?

In dieser Folge diskutieren wir das  Thema Mobbing, insbesondere im Kontext traumatisierter Kinder.  Dazu analysieren wir die psychologischen Hintergründe und Coping-Strategien dieser Kinder, die oft aus gewaltsamen oder instabilen familiären Verhältnissen stammen. Es stellt sich heraus, dass diese Kinder in sozialen Situationen oft ängstlich oder übererregt reagieren, was sie zu leichten Zielen für Mobbing macht.

Im finalen Abschnitt des Podcasts sprechen wir über praktische Ansätze zur Unterstützung betroffener Kinder, die über ein einfaches „Heilungs“-Mentalität hinausgehen. Wir betonen die wichtigkeit, integrative Programme zu entwickeln, die Raum für sozial-emotionales Lernen bieten und Raum schaffen, um über Ängste und Herausforderungen zu sprechen. Das bedeutet, dass Schulen und Einrichtungen sich aktiv um eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Schülern, Lehrern und gegebenenfalls Spezialisten bemühen sollten, um diesen Kindern tatsächlich helfen zu können und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher und respektiert fühlen.

Das Thema ist komplex und erfordert ständige Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeitsowohl von den Lehrenden als auch von den Institutionen, in denen die Kinder wachsen und lernen. Entsprechend laden wir die Zuhörer dazu ein, ihre Gedanken und Erfahrungen zu teilen, um die Diskussion über eine zu entwickelnde Kultur der Unterstützung und Sensibilisierung weiterzuführen.

Kidzpod 0092: Akzeptanz und ein Rant über deren Abwesendheit

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Akzeptanz geht weit über Toleranz hinaus. Wir müssen nicht nur das Gegenüber tolerieren, wir müssen es und seinen Lebensweg, seine Wünsche und Bedürfnisse akzeptieren.

Einige Links zu Janusz Korczak:

seine Bücherdas Museum in TreblinkaDer Wikipedia Eintrag


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Kidz 0085: Ja das traumatisiert Kinder – aber die Beziehung ist wichtig

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Der erwähnte Podcast ist:

Wie Familiengerichte den Schutz von Frauen aushebeln

„Ihre Angst spielt hier keine Rolle“

Wer von Gewalt in der Familie oder struktureller Gewalt nicht getigert ist, sollte diesen Podcast von Marie von Kuck unbedingt hören. wirklich

Literaturtipps zum Thema:

Tatort Familie

Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext, von Siegfried Lamnek , Jens Luedtke , Ralf Ottermann , Susanne Vogl, erschienen im Springer Verlag 2012

Mittendrin oder nur dabei?

Miterleben häuslicher Gewalt in der Kindheit und seine Folgen für die Identitätsentwicklung von Sandra Dlugosch; Springer Verlag 2010

 

 


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